Die GLP-FLiG Gossau-Arnegg lehnt das Referendum gegen den Steuerfuss 2026 entschieden ab und unterstützt den moderaten Steuerfuss von 121 Prozent. Der Stadthaushalt von Gossau darf nicht weiter in eine finanzielle Schieflage geraten.
Ein Ja zum Referendum bringt keine Einsparungen. Im Gegenteil: Es schränkt den finanziellen Handlungsspielraum künftiger Generationen ein und gefährdet die Lebensqualität in Gossau. Gleichzeitig würde ein solcher Entscheid ein falsches politisches Signal aussenden und den bereits wachsenden Schuldenberg weiter erhöhen. Zusätzlich droht ein massiver Investitionsstau, der notwendige Projekte (wie Schulhaussanierungen) verzögert oder verunmöglicht.
Die vorgesehene Steuerfussanpassung von 5 Prozent ist ein notwendiger Schritt, um die Finanzpolitik näher an die Realität heranzuführen. Sie allein reicht jedoch nicht aus. Um den Stadthaushalt nachhaltig zu stabilisieren, werden weitere substanzielle Einsparungen sowie voraussichtlich eine erneute Anpassung des Steuerfusses notwendig sein.
Die Stadt Gossau ist bereits am Sparen. Wie der vor kurzem veröffentlichte Statusbericht zeigt, sind von den 150 Sparvorschlägen aus der externen Untersuchung rund 100 bereits umgesetzt. Weitere Sparideen der Beratungsfirma PwC würden die Lebensqualität von Gossau erheblich beeinträchtigen. Namentlich: Einsparungen bei Wintersportlagern, Wahlfächer in der Oberstufe und Beiträge an Vereine.
Die GLP-FLiG ist überzeugt: Wegschauen hilft nicht. Gossau muss sich den heutigen finanziellen Herausforderungen stellen, um auch für zukünftige Aufgaben handlungsfähig zu bleiben. Ein Nein zum Referendum am 8.März ist deshalb ein verantwortungsvoller Entscheid im Interesse der Stadt und kommender Generationen.
Gossau, 2.2.2026 [MM]